Geschichte des Dorfes

 

Das Dorf Mehr verdankt seinen Namen einem alten Binnensee (niederdeutsch: Meer), der heute noch als Senke mit zum Teil steilen Rändern in der Landschaft zu erkennen ist. Am Südufer liegen die ältesten Mehrer Bauernhöfe entlang der heutigen Wibbeltstraße. Nicht viel jünger ist die Reihe der Höfe an der Nordseite des Mehrer Meeres. Diese sind zum Schutz gegen Hochwasser auf künstlichen Anhöhen (Poll) gebaut, denn das Gelände auf der Nordseite liegt etwas tiefer als die Südseite.

 

Im 13. Jahrhundert, als holländische Broekers das Kranenburger Bruch trockenlegten, entwässerten sie auch das Mehrer Meer. Sie zogen der Länge nach einen Graben (die Rönn) durch das Meer, so dass das Wasser über das Zelemer Meer nach Westen abfließen konnte. Den Aushub warfen sie auf einer Seite auf, so dass an der Rönn entlang ein Weg entstand. Durch diese Maßnahme verkleinerte sich das Mehrer Meer. Im Sommer stand nur noch an den tiefsten Stellen, den „Küllen“, Wasser; und nur wenn im Herbst und Winter mehr Niederschläge fielen, wuchsen die Wasserflächen wieder.

Das durch die Trockenlegung gewonnene Land war minderwertig und für intensive landwirtschaftliche Nutzung ungeeignet. Es wurde als Weide oder Hütung von allen Bewohnern des Dorfes gemeinschaftlich genutzt. Hier konnten auch die so genannten kleinen Leute, die kein eigenes Land besaßen, ihre Kuh oder ihre Ziege hüten. Diese Flächen hießen daher auch „Gemeinde“. Daran erinnert noch heute der Straßenname „In der Gemeinde“.

Die große Mehrsche Gemeinde erstreckte sich zu beiden Seiten der Rönn längs durch das Dorf von der Nieler Straße bis zur Straße „In der Gemeinde“ gegenüber dem Bernsenhof. In der Deichschaukarte von 1701 ist diese Fläche als Meerse Gemeint und Straet eingetragen.

 

1856 wurde die Mehrsche Gemeinde unter private Nutzungsberechtigte aufgeteilt.

Die Teilungsverträge waren Kaufverträge, die alle wichtigen Einzelheiten für jeden Anteilseigner enthielten. Darin waren auch die Servituten aufgeführt: die Grunddienstbarkeiten, die auf den Grundstücken lasteten, z. B. Wegerechte der Nachbarn.

Von diesen Servituten hat wohl der Tutweg seinen Namen erhalten. Die Wege von den einzelnen Häusern in Richtung Dorfmitte hießen Auswege oder Servitutwege. Der allgemeine Ausweg an der Rönn entlang war der allgemeine Servitutweg. Diese Bezeichnung wurde im Lauf der Zeit zu Tutweg abgekürzt.

Geschichte des Dorfes

 

Das Dorf Mehr verdankt seinen Namen einem alten Binnensee (niederdeutsch: Meer), der heute noch als Senke mit zum Teil steilen Rändern in der Landschaft zu erkennen ist. Am Südufer liegen die ältesten Mehrer Bauernhöfe entlang der heutigen Wibbeltstraße. Nicht viel jünger ist die Reihe der Höfe an der Nordseite des Mehrer Meeres. Diese sind zum Schutz gegen Hochwasser auf künstlichen Anhöhen (Poll) gebaut, denn das Gelände auf der Nordseite liegt etwas tiefer als die Südseite.

 

Im 13. Jahrhundert, als holländische Broekers das Kranenburger Bruch trockenlegten, entwässerten sie auch das Mehrer Meer. Sie zogen der Länge nach einen Graben (die Rönn) durch das Meer, so dass das Wasser über das Zelemer Meer nach Westen abfließen konnte. Den Aushub warfen sie auf einer Seite auf, so dass an der Rönn entlang ein Weg entstand. Durch diese Maßnahme verkleinerte sich das Mehrer Meer. Im Sommer stand nur noch an den tiefsten Stellen, den „Küllen“, Wasser; und nur wenn im Herbst und Winter mehr Niederschläge fielen, wuchsen die Wasserflächen wieder.

Das durch die Trockenlegung gewonnene Land war minderwertig und für intensive landwirtschaftliche Nutzung ungeeignet. Es wurde als Weide oder Hütung von allen Bewohnern des Dorfes gemeinschaftlich genutzt. Hier konnten auch die so genannten kleinen Leute, die kein eigenes Land besaßen, ihre Kuh oder ihre Ziege hüten. Diese Flächen hießen daher auch „Gemeinde“. Daran erinnert noch heute der Straßenname „In der Gemeinde“.

Die große Mehrsche Gemeinde erstreckte sich zu beiden Seiten der Rönn längs durch das Dorf von der Nieler Straße bis zur Straße „In der Gemeinde“ gegenüber dem Bernsenhof. In der Deichschaukarte von 1701 ist diese Fläche als Meerse Gemeint und Straet eingetragen.

 

1856 wurde die Mehrsche Gemeinde unter private Nutzungsberechtigte aufgeteilt.

Die Teilungsverträge waren Kaufverträge, die alle wichtigen Einzelheiten für jeden Anteilseigner enthielten. Darin waren auch die Servituten aufgeführt: die Grunddienstbarkeiten, die auf den Grundstücken lasteten, z. B. Wegerechte der Nachbarn.

Von diesen Servituten hat wohl der Tutweg seinen Namen erhalten. Die Wege von den einzelnen Häusern in Richtung Dorfmitte hießen Auswege oder Servitutwege. Der allgemeine Ausweg an der Rönn entlang war der allgemeine Servitutweg. Diese Bezeichnung wurde im Lauf der Zeit zu Tutweg abgekürzt.

Geschichte des Dorfes

 

Das Dorf Mehr verdankt seinen Namen einem alten Binnensee (niederdeutsch: Meer), der heute noch als Senke mit zum Teil steilen Rändern in der Landschaft zu erkennen ist. Am Südufer liegen die ältesten Mehrer Bauernhöfe entlang der heutigen Wibbeltstraße. Nicht viel jünger ist die Reihe der Höfe an der Nordseite des Mehrer Meeres. Diese sind zum Schutz gegen Hochwasser auf künstlichen Anhöhen (Poll) gebaut, denn das Gelände auf der Nordseite liegt etwas tiefer als die Südseite.

Im 13. Jahrhundert, als holländische Broekers das Kranenburger Bruch trockenlegten, entwässerten sie auch das Mehrer Meer. Sie zogen der Länge nach einen Graben (die Rönn) durch das Meer, so dass das Wasser über das Zelemer Meer nach Westen abfließen konnte. Den Aushub warfen sie auf einer Seite auf, so dass an der Rönn entlang ein Weg entstand. Durch diese Maßnahme verkleinerte sich das Mehrer Meer. Im Sommer stand nur noch an den tiefsten Stellen, den „Küllen“, Wasser; und nur wenn im Herbst und Winter mehr Niederschläge fielen, wuchsen die Wasserflächen wieder.

Das durch die Trockenlegung gewonnene Land war minderwertig und für intensive landwirtschaftliche Nutzung ungeeignet. Es wurde als Weide oder Hütung von allen Bewohnern des Dorfes gemeinschaftlich genutzt. Hier konnten auch die so genannten kleinen Leute, die kein eigenes Land besaßen, ihre Kuh oder ihre Ziege hüten. Diese Flächen hießen daher auch „Gemeinde“. Daran erinnert noch heute der Straßenname „In der Gemeinde“.

Die große Mehrsche Gemeinde erstreckte sich zu beiden Seiten der Rönn längs durch das Dorf von der Nieler Straße bis zur Straße „In der Gemeinde“ gegenüber dem Bernsenhof. In der Deichschaukarte von 1701 ist diese Fläche als Meerse Gemeint und Straet eingetragen.

 

1856 wurde die Mehrsche Gemeinde unter private Nutzungsberechtigte aufgeteilt.

Die Teilungsverträge waren Kaufverträge, die alle wichtigen Einzelheiten für jeden Anteilseigner enthielten. Darin waren auch die Servituten aufgeführt: die Grunddienstbarkeiten, die auf den Grundstücken lasteten, z. B. Wegerechte der Nachbarn.

Von diesen Servituten hat wohl der Tutweg seinen Namen erhalten. Die Wege von den einzelnen Häusern in Richtung Dorfmitte hießen Auswege oder Servitutwege. Der allgemeine Ausweg an der Rönn entlang war der allgemeine Servitutweg. Diese Bezeichnung wurde im Lauf der Zeit zu Tutweg abgekürzt.